
Mehrzweckhalle in Hartha - Sport und Kultur unter einem Dach
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Bauherr: Stadt Hartha
Größe: 52 x 52 Meter
Nutzfläche: 3.100 qm
Kosten: ca. 5,5 Mio. Euro
Auftrags- und Bauzeitraum: September 2006 bis November 2007
Die Stadt Hartha im Herzen Sachsens ist um einen Anziehungspunkt reicher: Mit der Mehrzweckhalle, der HarthArena ist in unserer Stadt ein modernes Zentrum für Sport-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen entstanden. Die Pläne für das außergewöhnliche Projekt stammen von der Lichtensteiner Bauconzept Planungsgesellschaft mbH.
Die Organisation, Verwaltung und Vermarktung dieser Einrichtung wurde dem 2008 neu gegründeten Kultur- und Sportbetrieb der Stadt Hartha übertragen.
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Eine besondere Herausforderung für das Team vom Planungsbüro stellte dabei die Unterbringung von Sport und Kultur unter einem Dach dar. Es sollte eine Dreifeld-Schulsporthalle mit einem Bühnenbereich und einem erweiterten Raumprogramm für schulische Ganztagsangebote kombiniert werden.
Ausstattung der Räume für die Ganztagsbetreuung – Projekt des Martin-Luther-Gymnasiums Hartha
Im Rahmen des Ganztagsprojektes des Luthergymnasiums Hartha wurden durch die Stadt Hartha die Räumlichkeiten für die Arbeitsgemeinschaften Modellbahn, Bio/Aquaristik, Keramik, Foto sowie Kunst in der Hartharena ausgestattet.
Mit der Lieferung des Brennofens für die Keramik AG ist auch diese Investitionsmaßnahme nunmehr abgeschlossen.
Damit werden den Kindern und Jugendlichen – und das nicht nur für Schüler des Luthergymnasiums – neben dem Sport vielfache andere Möglichkeiten der sinnvollen Freizeitgestaltung geboten.
Das teilweise zweigeschossige Bauwerk wurde als Montagebau mit umlaufenden Porenbeton-Außenwänden und Stahlbetonstützen errichtet. Das Konstruktionsraster der Porenbeton-Elemente bestimmt dabei die Gliederung der geschlossenen Fassadenflächen. Das Gebäude öffnet sich nach Süden zum Vorplatz. Einen besonderen Blickfang bildet die große Stahl-Glasfassade als transparenter Übergang vom Stadtraum ins Foyer. Die Halle stellt sich als geschlossener Kubus mit umlaufend gleicher Attikahöhe dar.
Lediglich der Hauptzugang zum Foyer wird durch einen Rücksprung markiert.
Der Standort an der Döbelner Straße neben dem Gymnasium erhält dadurch eine markante städtebauliche Aufwertung.

Die Sportfläche der Halle ist in drei Felder teilbar, denen jeweils Umkleideräume mit Sanitäreinrichtungen angegliedert sind. Die Halle schafft optimale Trainings- und Wettkampfbedingungen für die zahlreichen Sportvereine der Stadt Hartha.

Eine Besonderheit stellt die an die Hallenlängsseite angrenzende Bühne dar. Bei Bedarf wird eine Trennwand zur Seite geschoben, die den Blick auf die zehn mal fünfzehn Meter große Bühnenplattform freigibt. Das Spielfeldareal wird dann zum Zuschauerraum umfunktioniert. Die Planung des Bühnenbereiches orientierte sich vor allem an den praktischen Anforderungen des Spielbetriebes der Musical Company des Martin-Luther-Gymnasiums Hartha. Räume für die Ganztagsangebote des Gymnasiums runden die vielfältige Hallen-Funktionalität ab: Zur Ausstattung gehören beispielsweise ein Atelier, ein Keramikraum und ein Botanikkabinett.
Damit die Effekte bei Kulturveranstaltungen nicht von unerwünschtem Tageslicht gestört werden, sind die Oberlichtbänder im Hallendach mit entsprechenden Verdunklungsmechanismen ausgestattet.
Auch die Akustik spielte bei der Hallenplanung eine herausragende Rolle. Die Strömungsgeräusche der Be- und Entlüftungsanlage mussten im Hinblick auf einen sauberen Klang bei kulturellen Aufführungen auf ein Minimum reduziert werden. Erreicht wurde dies durch eine angepasste Luftverteilung und optimierte Strömungsgeschwindigkeiten.
Der Nachhall konnte durch spezielle Akustik-Flächen im Dach- und Wandbereich gedämpft werden. Bei der Konzeption einer Halle für über 2.000 Besucher galt es zudem Besonderheiten im Brandschutz, bei Fluchtwegen, der Be- und Entlüftungsanlage sowie den eingesetzten Baustoffen und Materialien zu beachten.


Für Sport- und Kulturveranstaltungen stehen 200 Sitzplätze auf Tribünen und 650 auf Stühlen zur Verfügung. Für die optimale Nutzung und Vermarktung der Halle hat die Stadt Hartha einen Eigenbetrieb gegründet, so dass Pflege und Aufmerksamkeit für die neue HarthArena sichert sind.
